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Bauen & Wohnen

Halbjahresergebnis 2014 der MCH Group: Rekord bei operativem Ergebnis und Gewinn

Schweizer FachmedienBy Schweizer Fachmedien3. November 2014Keine Kommentare4 Mins Read

Mit einem operativen Ergebnis (Ebitda) von CHF 94.7 Mio. hat die MCH Group im ersten Halbjahr 2014 einen neuen Höchstwert in der Geschichte des Unternehmens erwirtschaftet. Der Konzerngewinn liegt bei CHF 56.7 Mio. und stellt ebenfalls einen neuen Höchstwert dar.

Der Betriebsertrag beläuft sich auf CHF 335.8 Mio. und liegt 2.6% unter der Vergleichsperiode des unter anderem aufgrund der Sondereffekte der «neuen» Baselworld aussergewöhnlichen Vorjahres 2013. Neues gibt es im Bereich der Entwicklung des «Areals Parkhaus Messe Basel», wo eine Testplanung die Möglichkeiten eines Neubaus mit verschiedenen Nutzungen aufgezeigt hat.Im ersten Halbjahr 2014 hat die MCH Group elf Eigenmessen durchgeführt, zehn davon in Basel, Zürich und Lausanne, sowie die Art Basel in Hongkong. Im Weiteren war sie an drei Joint Ventures beteiligt und Gastgeberin von 28 Gastmessen, die von verschiedenen Veranstaltern an den Standorten der MCH Group durchgeführt worden sind. An diesen insgesamt 42 Messen beteiligten sich rund 8‘000 ausstellende Firmen, und sie verzeichneten über eine Million Besucherinnen und Besucher.Im Gespräch kommentiert Christian Jecker, Leiter Unternehmenskommunikation MCH Group, das Konzernergebnis für das erste Halbjahr 2014 und spricht darüber, wie es jetzt mit dem Projekt «Areal Parkhaus Messe Basel» weitergehen könnte.

GESCHÄFTSFÜHRER: Wie kommentieren Sie den vorliegenden Halbjahresabschluss?

Christian Jecker: Die MCH Group ist mit dem Halbjahresergebnis 2014
ausserordentlich zufrieden, obwohl in einigen Unternehmensbereichen durchaus noch Optimierungsbedarf gesehen wird. Dank ihrer Ertragsstärke und des starken Messezyklus kann sie die höheren Abschreibungen und Zinsen im Zusammenhang mit dem 2013 fertiggestellten Hallenneubau kompensieren. Obwohl das erste Halbjahr 2014 messezyklisch zu den starken Jahren zu zählen ist, schlagen allerdings in diesem Jahr erstmals in der ganzen Berichtsperiode die höheren Abschreibungen und Finanzaufwendungen für den Hallenneubau in Basel zu Buche. Im Vergleich des ersten Halbjahres 2014 mit der entsprechenden Periode 2013 gilt es zudem zu berücksichtigen, dass 2013 zwar ein messezyklisch schwaches Jahr war, jedoch mit der Baselworld 2013 – insbesondere auch im Bereich Standbau – aussergewöhnliche Umsatzeffekte verbunden waren, welche sich 2014 nicht im gleichen Ausmass wiederholten.

Was sind die Erwartungen auf das Gesamtjahr 2014?

Angesichts der saisonalen Schwankungen und der messezyklischen Einflüsse dürfen keine linearen Schlüsse vom Halbjahresabschluss auf das zu erwartende Ergebnis 2014 gezogen werden. Im zweiten Semester 2013 und 2012 hatten Vorleistungen im Bereich Standbau für die folgende Baselworld positive Effekte, welche im zweiten Semester 2014 nicht im gleichen Ausmass anfallen werden. Die MCH Group rechnet für 2014 deshalb mit einem Ergebnis, das im Bereich des aussergewöhnlichen Geschäftsjahres 2013 liegen wird.

Wechseln wir das Thema und wenden uns dem «Areal Parkhaus Messe Basel» zu, dessen Testplanungs-Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Welche Erkenntnisse brachte diese Testplanung?

Wie die Beiträge der Planungsbüros aufzeigen, besteht beim Parkhausareal tatsächlich ein grosses Entwicklungspotenzial – allerdings nur, wenn das gesamte Parking in Untergeschosse verlegt wird. Neben den unterirdischen 1’448 Parkplätzen sind die vertieften Planungsstudien von folgendem Raumprogramm ausgegangen: rund 1’000 m2 für quartierbezogene Nutzungen im Erdgeschoss, 12’000 bis 18’000 m2 für Wohnungen, 16’000 bis 18’000 m2 für Büros und rund 10’000 m2 für einen Hotelbetrieb. Die Ergebnisse der Testplanung zeigen, dass ein solches Raumprogramm an diesem Standort städtebaulich möglich ist, unter Berücksichtigung der Vorgabe eines 45-Grad-Lichteinfallwinkels auf der Seite Riehenstrasse und der damit verbundenen Beschränkung der Gebäudehöhe auf die ungefähre Höhe des Messeturms.

Wie geht es nun weiter?

Das Expertengremium, das die Testplanung begleitet hat, ist zum Schluss gekommen, dass zusätzliche Nutzungen am Standort des heutigen Parkhauses eine weitere Belebung und Aufwertung des Standortes erlauben würden. Wie die Besucherumfrage im Rahmen der Ausstellung gezeigt hat, wird diese Meinung in der Öffentlichkeit mehrheitlich geteilt. Die MCH Group hat deshalb entschieden, die Idee eines Neubaus weiterzuverfolgen und beim Kanton Basel-Stadt eine entsprechende Anpassung des Bebauungsplanes beantragt. Nach der Durchführung der notwendigen Fachstudien betreffend Umweltverträglichkeit und Verkehr sollen die Details des Bebauungsplanes erarbeitet und dem politischen Entscheidungsprozess zugeführt werden. Dabei soll auch das Verfahren bezüglich der Entwicklung eines konkreten Bauprojekts festgelegt werden. Es ist davon auszugehen, dass die Anpassung des Bebauungsplanes rund zwei Jahre in Anspruch nehmen wird.

Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass die MCH Group eine Idee aufgegriffen und mit der Testplanung deren Machbarkeit überprüft hat. Jetzt liegt der Ball bei den Behörden beziehungsweise bei der Bevölkerung, die diskutieren und entscheiden müssen, ob die Idee weiterverfolgt und realisiert werden soll oder nicht. Wir sind überzeugt, dass ein entsprechendes Projekt zu einer weiteren Aufwertung für das Kleinbasel und den Messeplatz führen würde. Für die Messe hat dieses Projekt allerdings nicht die gleiche Notwendigkeit, wie dies beim Hallenneubau der Fall war. Erste Priorität hat für die Messe, dass sie am Messeplatz weiterhin über die rund 1’400 Parkplätze verfügt, die sie hier unbedingt braucht.

Weitere Informationen:

www.mch-group.com

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