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Home»Culinarium»Klingeli: Die Legende geht mit der Zeit
Culinarium

Klingeli: Die Legende geht mit der Zeit

Schweizer FachmedienBy Schweizer Fachmedien24. Februar 2015Keine Kommentare2 Mins Read

Das Restaurant Klingental in Kleinbasel ist noch eine der wenig übriggebliebenen Beizen-Legenden in der ganzen Stadt. Und dies nicht nur wegen der traditionellen Klingeli-Spezialitäten, welche bis vier Uhr morgens serviert werden. Das Klingeli ist der Treffpunkt für Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten.

Das Lokal ist in seiner rund 60-jährigen Geschichte sich selbst treu geblieben. Hier treffen sich Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten. Arbeiter, Manager, (Lebens-)Künstler, Angestellte, Studenten, Damen der Halbwelt – sie alle geben sich hier quasi die Klinke in die Hand, reden miteinander, essen eine der zahlreichen, traditionellen Klingeli-Spezialitäten oder trinken in der Klingeli-Bar.

Das Leben im Klingeli beginnt eigentlich erst, wenn die Sonne untergeht, und die Tatsache, dass man bis vier Uhr morgens zu reellen Preisen mit grossen Portionen Läberli in zahlreichen Variationen, Miesmuscheln nach Matrosenart, Cordon bleu, Klingeli-Schnitzel, Rindsfiletbeefsteak, T-Bone-Steak oder einfach einer Bratwurst sowie den entsprechenden Getränken bedient wird, machen das Lokal zu einem Magnet für Nachtschwärmer, Lebenslustige oder einfach für die, welche einfach Hunger haben. «Das Klingeli ist eine Institution», sagt Bernhard Thommen, seit rund 30 Jahren Inhaber des Klingeli. «Das Lokal strahlt Leben pur aus, manchmal ist es laut, aber immer echt und unverfälscht.»

Aber auch das Klingeli mit seinen 70 Restaurantplätzen – in der warmen Jahreszeit kommen noch 80 Plätze auf dem Platz vor dem Restaurant dazu – wird  sich mittel- und langfristig veränderten Konsumationsgewohnheiten anpassen müssen, ist Bernhard Thommen überzeugt.

Generell glaubt Bernhard Thommen, dass die Einmaligkeit der Atmosphäre im Restaurant Klingental und seiner Bar sowie des kulinarischen Angebots auch für Zukunft eine gesunde Basis für den Betrieb darstellen. «Dennoch müssen wir dafür sorgen, dass auch die Bedürfnisse der jungen Leute, welche vermehrt zu uns kommen, erfüllt werden. Daran arbeiten wir ständig und entwickeln das Lokal stetig.»

Insgesamt stellt Bernhard Thommen einen Wandel im ganzen Geviert um das Klingeli fest. «Ein kultureller, aber auch demografischer Wandel verändert das Quartier und insbesondere auch den Charakter als Rotlichtviertel.» Skeptisch beobachtet Bernhard Thommen zudem das neue Verkehrsregime, «ich bin aber überzeugt, dass das Klingeli wegen seiner hervorragenden Lage als direkter Nachbar zu den Kulturveranstaltungen oder dem Tattoo in der Kaserne und natürlich während der Fasnacht sowie dem Vogel Gryff weiterhin einer der Fixpunkte für die Menschen im Kleibasel (in Kleinbasel, im Kleibasel – okay so?) sein wird.»

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