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Home»News»Pressestatement Jürgen Reinert, CEO von SMA Solar, zum geplanten „Netzpaket“ des Bundeswirtschaftsministeriums
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Pressestatement Jürgen Reinert, CEO von SMA Solar, zum geplanten „Netzpaket“ des Bundeswirtschaftsministeriums

Schweizer FachmedienBy Schweizer Fachmedien11. Februar 2026Keine Kommentare3 Mins Read

Laut Medienberichten bereitet das Bundeswirtschaftsministerium (BMWE) ein neues „Netzpaket“ vor, mit dem Ziel, eine mögliche Überlastung des Stromnetzes abzuwenden, die sich aus dem übermäßigen Zubau von erneuerbaren Energien ergebe.

Die Begründung lautet: Eine „Antragsflut“ von Seiten von Betreibern von Batterie-Energiespeichersystemen (BESS) würde andere Antragsteller von Netzzugängen verdrängen, etwa Rechenzentren, Industrieanlagen, Telekommunikation und weitere. Ob die Mehrzahl der Speicherprojekte realisierbar ist, sei laut dem BMWE zu bezweifeln – eine Begründung für diese Annahme zitiert der SPIEGEL, der die Pläne zuerst veröffentlichte, in seinem Artikel allerdings nicht.

BESS dienen der gesamtgesellschaftlichen Versorgungssicherheit

Künftig will das Ministerium „kapazitätslimitierte Netzgebiete“ ausweisen können. Dabei handelt es sich um Regionen, in denen es häufig zu sogenannten Abregelungen kommt, wenn das Netz Überschussstrom nicht mehr auffangen kann. Neue Projekte für Solar und Wind will das Ministerium dort finanziell unattraktiver gestalten. Betreiber neu errichteter Anlagen sollen demnach für zehn Jahre auf Entschädigung im Falle von Abregelungen verzichten. Auch soll die Vergabe von Netzanschlüssen – derzeit geregelt in §8 EEG zugunsten von erneuerbaren Technologien – transparenter und flexibler gehandhabt werden.

Die Vergabe an sich flexibler zu handhaben, klingt plausibel. Doch der Zwang zum Verzicht auf Entschädigung entlässt die Netzbetreiber aus ihrer Verantwortung, sich um Netzengpässe zu kümmern. Noch wichtiger: Statt den Zubau von Erzeugungskapazitäten zu drosseln, wäre es deutlich sinnvoller, die Speicherkapazitäten in solchen Regionen gezielt auszubauen. Derzeit sieht das Ministerium in BESS einen der Gründe für den langsamen Ausbau des Netzes.

Das BMWE täte jedoch gut daran, Großspeicherprojekte nicht nur als für sich allein stehende, gewinnorientierte Bauvorhaben einzelner Unternehmen zu betrachten. BESS dienen nicht nur als Speichermedium für überschüssig erzeugte Energie, sie lassen sich als Notstromaggregate ebenso nutzen wie für die Netzbildung. Sie können und sollen deshalb einen zusätzlichen Grundpfeiler bei der Versorgungssicherheit bilden.

Forcieren statt drosseln

Ob der Gesamt-Energieverbrauch in Deutschland in den kommenden Jahren weiter steigt oder wie vom BMWE prognostiziert stagniert: Die Digitalisierung unserer Gesellschaft und der Aufstieg der E-Mobilität schreiten voran. China und Indien arbeiten selbst mit Hochdruck am Ausbau erneuerbarer Energien zur Steigerung der eigenen Erzeugungskapazitäten. Denn auch dort ist bekannt, was unter anderem das Fraunhofer ISE regelmäßig nachweist: Solar- und Windanlagen, insbesondere kombiniert mit Batteriespeichern, haben längst die niedrigsten Gestehungskosten – und sind darüber hinaus schneller realisierbar als fossile Kraftwerke.

Die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland hängt unmittelbar von günstiger, leicht verfügbarer Energie ab. Den Ausbau von Erzeugungskapazitäten zu bremsen – noch dazu auf Kosten der Erzeuger und Projektentwickler –, schadet somit aktiv der deutschen Wirtschaft. Wir müssen gesellschaftlich und wirtschaftlich an einem Strang ziehen und unsere Netzinfrastruktur ins 21. Jahrhundert bringen – für günstige Energie, Versorgungssicherheit und Zukunftsfähigkeit.

Über SMA

Als ein global führender Spezialist für Photovoltaik- und Speicher-Systemtechnik schafft die SMA Gruppe heute die Voraussetzungen für die dezentrale und erneuerbare Energieversorgung von morgen. Das Portfolio von SMA umfasst ein breites Spektrum an effizienten Solar- und Batterie-Wechselrichtern, ganzheitlichen Systemlösungen für Photovoltaikanlagen und Speichersysteme aller Leistungsklassen, intelligenten Energiemanagementsystemen sowie Ladelösungen für Elektrofahrzeuge und Power-to-Gas-Anwendungen. Digitale Energiedienstleistungen sowie umfangreiche Serviceleistungen bis hin zur Übernahme von Betriebsführungs- und Wartungsdienstleistungen für Photovoltaik-Kraftwerke runden das Angebot ab. Die innerhalb der letzten 20 Jahre weltweit installierten SMA Solar-Wechselrichter mit einer Gesamtleistung von rund 132 GW tragen jährlich zur Vermeidung von über 70 Mio. Tonnen CO2-Ausstoß bei. Die mehrfach ausgezeichnete Technologie von SMA ist durch über 1.600 Patente und eingetragene Gebrauchsmuster geschützt. Die Muttergesellschaft SMA Solar Technology AG ist seit 2008 im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse (S92) notiert und im MDAX sowie im TecDAX gelistet.

SMA
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