Der Spatenstich ist erfolgt, im Januar startete der Hochbau, und in den nächsten Monaten nimmt das neue Stöcklin Technologie-Center in Laufen immer mehr Form an. 2020 wird dann die Stöcklin Logistik AG – weltweit führender Generalunternehmer und Hersteller für innovative und kundenspezifische Logistiklösungen – ihren Hauptsitz von Aesch nach Laufen verlegen.
Die Stöcklin Logistik AG plant, projektiert und liefert schlüsselfertige Gesamtsysteme im Bereich der Lagerlogistik und der automatisierten Lagerverwaltung. Mit grösstenteils firmeneigenen Entwicklungen und eigener Produktion bietet das Unternehmen aus dem Baselland Förder- und Lagersysteme für verschiedenste Ladeträger sowie Flurförderzeuge, welche weltweit gefragt sind. Neben vielen Projekten im Ausland realisiert die Stöcklin Logistik AG auch einige Systeme in der Schweiz. Jüngstes Beispiel ist der neue, vollautomatisch betriebene Hochregallagerkomplex, den die Stöcklin Logistik AG für das bestehende Logistikzentrum des Pharma-Unternehmens Roche auf dessen Basler Areal realisiert hat. Ebenfalls neu erstellte die Stöcklin Logistik AG für die Bachem AG in Bubendorf kürzlich zwei vollautomatische Hochregallager – jeweils eines für Feststoffe und Flüssigkeiten. Beiden Projekten gemein ist die Kompetenz der Stöcklin Logistik AG, auf die spezifischen Kunden- und Sicherheitsbedürfnisse entsprechende Lösungen zu entwickeln und zu realisieren. 1934 gegründet beschäftigt die Stöcklin Logistik AG heute weltweit 470 Personen. In Aesch sowie im Software-Kompetenzzentrum in Jona sind 350 Mitarbeitende angestellt, und am Hauptsitz werden 16 Lehrlinge ausgebildet. In den Service- und Vertriebsstandorten in Deutschland, den Niederlanden, Italien, Frankreich, Grossbritannien, Kroatien, Russland, Mexiko, Brasilien und den USA sowie im Fertigungswerk in Zlín in Tschechien sind insgesamt weitere 120 Mitarbeitende tätig. Delegierter und Präsident des Verwaltungsrates der Stöcklin Logistik AG ist Urs Grütter, der 1995 die Aktienmehrheit des Unternehmens erworben hat. Im Interview mit dem «Geschäftsführer» spricht Urs Grütter über die Anstrengungen des Unternehmens, in die Zukunft zu investieren, und freut sich natürlich über den 2020 bevorstehenden Firmenumzug nach Laufen.
«Geschäftsführer»: Aus Ihrem Hause gibt es ja einiges an Erfreulichem zu berichten – wir kommen noch darauf zu sprechen –, zuerst allerdings die Frage: Wie zufrieden sind Sie mit dem Geschäftsgang?
Urs Grütter: Die letzten – sagen wir – drei Jahre waren in einem teilweise nicht einfachen wirtschaftlichen Umfeld sehr zufriedenstellend. Wir haben allerdings viel unternommen, damit die Stöcklin Logistik AG konkurrenzfähig bleibt und haben in den letzten zwei Jahren über fünf Millionen Franken in die Zukunft investiert.
In was genau haben Sie investiert, können Sie das noch ein bisschen konkretisieren?
Viele Mittel und Know-how haben wir beispielsweise in die Weiterentwicklung fahrerloser Transportsysteme (FTS), welche sich grosser Nachfrage im Zeitalter von Industrie 4.0 erfreuen, gesteckt. Weitere Resultate unserer Investitionen sind übrigens dieser Tage auf der Intralogistik-Fachmesse «LogiMAT» in Stuttgart, wo wir die ganze Bandbreite unseres Könnens zeigen, zu sehen. So stellen wir unser feinjustiertes Produkt- und Leistungsportfolio für die vollautomatische Kleinteilelagerung (AKL) sowie das StöcklinDMA, ein Analyse- und Prognose-Tool für das unternehmensübergreifende Prozess-Monitoring und die vorbeugende Instandhaltung, vor. Im Bereich der Flurförderzeuge stehen die weiterentwickelten Nieder- und Hochhubwagen sowie die innovative Lithium-Batterie «Stöcklin-Power» im Fokus. Grosser Nachfrage erfreuen sich zudem im Zeitalter von Industrie 4.0 fahrerlose Transportsysteme (FTS).
Die Stöcklin Logistik AG hat den Zuschlag bekommen, auf dem Roche-Areal in Basel das bestehende Logistikzentrum aufzustocken – können Sie das Projekt kurz beschreiben?
Im Zuge eines Auswahlverfahrens konnten wir uns gegen namhafte Wettbewerber durchsetzen. Dabei galt es, die achtstöckige Logistikimmobilie um ein 15 Meter hohes, in zwei Klimazonen eingeteiltes, vollautomatisch betriebenes Hochregallager mit circa 12’450 Paletten-Stellplätzen in vertikaler Richtung und in der Breite über die gesamte Gebäudelänge zu erweitern und fördertechnisch anzubinden, was für uns vor allem bautechnisch eine Herausforderung darstellte.
2020 verlegt die Stöcklin Logistik AG ihren Hauptsitz nach Laufen – was waren die Gründe für diesen Standortentscheid?
In der Industriezone Chronebaum / Sormat an der Wahlenstrasse in Laufen entsteht das neue Stöcklin Technologie-Center. Auf rund 26’000 Quadratmetern entstehen neue Fabrikationsgebäude, ein Bürogebäude sowie ein Hochregallager für Paletten und Behälter. Der neue Standort soll den Anforderungen der Zukunft gerecht werden und auch einen Kulturwechsel im Unternehmen markieren. Kurze Wege, offene Büros, direkte Kommunikation, modernste Technik, effiziente Logistik, ein eigenes Personalrestaurant mit Dachterrasse, eine schöne Umgebung und gutes Ambiente sollen dazu beitragen, dass sich alle Mitarbeitenden im Unternehmen näherkommen, wohlfühlen und gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft meistern. Wir haben uns für den Standort in Laufen entschieden, weil wir einerseits ein Bekenntnis zur Region abgeben wollten, andererseits weiterhin auf das hohe Know-how unserer Mitarbeitenden angewiesen sind, welche aus der Region, aus der ganzen Nordwestschweiz, aber auch aus dem grenznahen Ausland kommen. Weitere Vorteile für den Standort Laufen ist die gute Verkehrsanbindung sämtlicher Verkehrsträger, stabile politische und wirtschaftliche Verhältnisse sowie ein positives Wohn- und Lebensumfeld für Mitarbeitende und ihre Familien.
Was passiert mit dem Areal in Aesch?
In Aesch entstehen nach dem Auszug auf dem jetzigen Firmengelände Wohnungen und Gewerbeflächen.


