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Home»Aus & Weiterbildung»Den Letzten beissen die Hunde
Die Berufsbildung 2021 in Angriff nehmen.
Aus & Weiterbildung

Den Letzten beissen die Hunde

Schweizer FachmedienBy Schweizer Fachmedien2. Dezember 2020Keine Kommentare5 Mins Read

In der Weiterbildungsbranche zeigt sich besonders deutlich, wer die Entwicklungen verfolgt, mit der Zukunft geht, die Bedürfnisse des Zielpublikums kennt und versteht und proaktiv Massnahmen umsetzt. Diese Umsetzungskompetenz soll spürbar sein, wenn es darum geht, in einer Krisenzeit wie jetzt mit der COVID-Pandemie die neuen wirksamen Tools zum effizienten Wissenstransfer einzusetzen. Wie Charles Darwin einst schrieb: Wer sich am besten auf die Situationen und Lebensumstände anpasst, wird auch mittelfristig überleben.

Die Schweizer Weiterbildungsanbieter erwarten wegen der zweiten COVID-Welle massive Umsatzeinbussen. Vor allem jene, die sich strategisch und infrastrukturell ungenügend aufgestellt haben sowie Online-, beziehungsweise Blended Learning nicht professionell umsetzen, werden noch mehr finanziell bluten. Es gibt aber auch Anbieter, die die Krise gut meistern – eines der Beispiele heisst Lernwerkstatt Olten. Das hervorragende Krisenmanagement und die proaktive Reaktion bezüglich der hybriden Unterrichtsgestaltung wurde in der ganzen Schweiz zur Kenntnis genommen und gewürdigt.

56 Prozent der Weiterbildungskurse abgesagt – aber null Prozent bei der Lernwerkstatt
Zu den aktuellen Fakten: Die Massnahmen des Bundes zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben die Weiterbildungs-Branche hart getroffen. Während des Verbots des Präsenzunterrichts konnte nur knapp die Hälfte des Bildungsangebots stattfinden. Die Anbieter erwarten somit folgerichtig deutliche Umsatzeinbussen bis Ende Jahr. So heisst es im Bericht der diesjährige Anbieterbefragung des Schweizerischen Verbandes für Weiterbildung SVEB. 551 Bildungsanbieter haben an der Umfrage teilgenommen. Die vollständige Auswertung ist voraussichtlich Ende November verfügbar. Erste Ergebnisse der Umfrage zeigen aber jetzt schon, dass sich die wirtschaftliche Situation der Weiterbildungsanbieter deutlich verschlechtert hat. Die Fakten: 56 Prozent der Weiterbildungskurse mussten während des Präsenzverbotes von Mitte März bis Anfang Juni abgesagt werden. Für das ganze Jahr 2020 wird damit gerechnet, dass ein Viertel des Angebots nicht durchgeführt werden kann. Zudem erwarten die Anbieter mehrheitlich eine sinkende Nachfrage und Umsatzeinbussen von durchschnittlich knapp 30 Prozent.

Digitalisierungsschub und hohe Anwenderkompetenz
Die Corona-Pandemie führte jedoch auch zu einem Digitalisierungsschub in der Weiterbildung: 85 Prozent der Weiterbildungsinstitutionen haben ihr Angebot infolge der Pandemie angepasst. Dies bestätigt auch Lernwerkstatt Olten CEO Daniel Herzog: «Wenn man der Pandemie etwas Positives abgewinnen möchte, dann war dies ganz klar die Tatsache, dass bei allen Beteiligten die Anwenderkompetenz und das Interesse in Sachen digitaler Arbeitsweise zugenommen hat. Dies gilt für die Anbieter inklusive aller Abteilungen im internen Workflow, aber auch für die Kursleitenden und Lehrgang-Teilnehmenden. Einige haben es als Chance und Gelegenheit empfunden, andere mussten sich gezwungenermassen digital fitmachen, um nicht durch alle Maschen zu fallen.»

Neuer Brand: Angebot zur digitalen und virtuellen Unterstützung von Lern- und Coachingprozessen
Die weitaus häufigste Anpassung betrifft den Einsatz digitaler Technologien, präzisiert der SVEB weiter. Zahlreiche Kurse wurden entweder teilweise digitalisiert oder ganz auf online umgestellt. Ob diese Entwicklung die Weiterbildung nachhaltig verändert, sei noch offen, aber sehr wahrscheinlich. Daniel Herzog ist einer der eifrigsten Beobachter der Trends in der Weiterbildungsbrancheund setzt auf schnelle, aber auch konsequente wie auch effiziente, den Umständen adäquate Umsetzung. Er ist davon überzeugt, dass die digitale Anpassung die Branche nachhaltig verändert und so war es nicht überraschend, dass die Lernwerkstatt Olten schon im Frühling 2020 genau die richtigen Massnahmen ergriffen hatte: «Wir hatten den Präsenzunterricht schnell auf virtuelle Kurstage via Videokonferenzsystem Zoom umgestellt. Die Lernwerkstatt Olten hat aber schon in den letzten beiden Jahren zuvor die Zeichen der Zeit erkannt, die Digitalisierung im Bildungsbereich bereits aufgenommen und unter dem Brand www.digital-training.ch ein Angebot zur digitalen und virtuellen Unterstützung von Lern- und Coachingprozessen aufgebaut.»

So bietet die Lernwerkstatt beispielsweise über 30 Live-Webinare oder das SVEB-Weiterbildungszertifikat «Lernprozesse digital unterstützen» an. «Dieses Know-how half uns, schnell zu reagieren. Die Lernwerkstatt Olten ist bekannt für einen aktiven und abwechslungsreichen Unterricht. Das muss auch in diesen Zeiten und unter den aktuellen Voraussetzungen aufrechterhalten werden. Wir bilden Erwachsenenbildner/innen, Coaches und Mentoren aus. Unsere Lehrgänge sollen den Teilnehmenden gleich als Beispiel eines guten Unterrichts dienen. Das heisst: Unsere Unterrichtspläne mussten in Kürze alle auf das neue virtuelle Unterrichts-Setting angepasst werden.»

Mehr als 80 Kursleitende in insgesamt fünf Webinaren wurden schon damals auf die neue Form des Unterrichtens vorbereitet. Herzog: «Das Ganze hat sofort eine nie erwartete Dynamik angenommen. Die Kursleitenden organisieren untereinander Erfahrungsgruppen und Zoom Boot Camps, helfen einander mit Tipps und Tricks, hospitieren sich virtuell im Unterricht – und alle sind dabei. Diese Erfahrungswerte werden uns auch jetzt wieder helfen.» Für die vertiefte Ausbildung der Kursleitenden wurde das Angebot der «Lernwerkstatt-Live-Webinare» mit vielen Themen rund um das virtuelle Lehren ergänzt. Dieses Angebot ist sogar öffentlich.

In 24 Stunden vom Präsenzunterricht ins virtuelle Lehrgangssetting
Daniel Herzog ist sich jedoch sicher, dass es trotz optimistischer Haltung und der ganzen proaktiven Vorbereitung auf die neuen Herausforderungen viel zu kommunizieren gibt: «Aktuell spüren wir wieder eine Verunsicherung der Kunden. Diese können aber sicher sein, dass ihre Lehrgänge an den vorgesehenen Terminen stattfinden werden, auch wenn sich die Corona-Krise weiter verschärfen sollte. Können wir doch innerhalb von 24 Stunden vom Präsenzunterricht ins virtuelle Lehrgangssetting via Videokonferenzsystem wechseln. Aktuell bereiten wir auch hybride Settings vor, welche den Teilnehmenden die Wahl lassen, ob sie im Seminarraum oder von zu Hause aus am Kurstag teilnehmen wollen.»

www.lernwerkstatt.ch

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